Kennst Du das? Man bespricht, was gemacht werden müsste und dann passiert…. NICHTS! 

Egal ob in Besprechungen, in Workshops oder in anderen Situationen; wir Menschen scheinen oft gut zu wissen, was alles gemacht werden müsste oder warum andere es falsch machen.

Doch wenn es darum geht, dass wir selbst „zu Potte kommen“, dann stellen wir fest, dass wir hervorragend sind im Aufschieben und dass wir im ewigen Besserwissen hängen bleiben.

Da kann Einem der Hut hochgehen.

Neulich überkam es mich. In einer Besprechung platzte mir der Kragen und ich fragte: „Warum zum Teufel fangt ihr Sachen entweder nur an und bringt sie nicht zu Ende oder diskutiert über Wochen, was gemacht werden müsste und dann tut’s keiner?“

Ich war stinksauer. Ich hatte selbst so viele Themen auf dem Tisch und kam kaum hinterher und dann merkte ich, wie ich mit meinem Latein am Ende war, weil ich nicht wusste, was ich noch tun soll, damit etwa passiert.

Und wenn ich die letzten Jahre so Revue passieren lasse, dann erinnere ich mich an unzählige Situationen, in denen es mir so ging: als Projektleiter, als Führungskraft, als Leiter eines Mitarbeiter-Netzwerks, als Team-Mitglied oder in Vereinen. 

Gehen wir der Sache mal auf den Grund

Heute lasse ich den Teil mit „Was mache ich falsch?“ und „Wie bleibe ich ruhig und gelassen?“ mal weg und stelle mir die einfache Frage: 

„Was hindert uns, selbst etwas zu tun?“

Wir haben sie uns im Team gestellt und heraus kamen unter anderem folgende Punkte: 

  1. Nicht Nein-Sagen können: wenn ich mir so viel aufzuhalse, dass ich nicht mehr hinterher komme und damit Sachen liegen bleiben, also nicht getan werden (vielleicht aus Angst vor Ablehnung)
  2. Nicht Nein-Sagen können: wenn ich mir so viel aufzuhalse, dass ich nicht mehr hinterher komme und damit Sachen liegen bleiben, also nicht getan werden (vielleicht aus Angst vor Ablehnung)
  3. Ausgang unklar: wenn ich nicht abschätzen kann, welche Konsequenzen etwas hat, also was es bringt oder was ich damit riskiere, dann zögere ich es hinaus (= Mangel an positiven Erfahrungen, Erlebnissen oder Beispielen)
  4. Fehlende Zustimmung: wenn ich mir einfach unsicher bin, ob das, was ich mir ausgedacht habe richtig ist und ich es anderen erzählen muss, damit sie mich bestärken können oder mich damit beauftragen (= Teilen oder Abgabe von Verantwortung)
  5. Angst vor Kritik: wenn ich befürchten muss, dafür angegriffen zu werden, weil ich in den Augen anderer etwas falsch mache (= fehlende Irrtums-/Fehler-/Lernkultur)
  6. Perfektionismus: weil ich ständig merke, dass beim Nachdenken immer noch ein Punkt dazu kommt und ich irgendwann nicht mehr weiß, womit ich jetzt anfangen soll, weil der Berg immer größer wird (evtl. fehlendes Verständnis von Komplexität und Ambigutität)

Eigentlich oft dasselbe

Wir haben noch viele andere Beispiele gefunden und sind beim näheren Hinsehen darauf gekommen, dass es doch im Kern oft um ein ähnliches Phänomen geht, weshalb wir stehen bleiben bzw. gar nicht erst mit etwas anfangen:

  • wir sind uns unsicher über den Ausgang und die Konsquenzen,
  • wir befürchten, dass andere negativ reagieren,
  • wir bezweifeln, dass es gut gehen wird oder 
  • haben sogar Angst davor, dass etwas Schlimmes passiert.

Was tut man dagegen?

Bei lern:ma! haben wir uns zum Ziel gesetzt, selbst eine lernende Organisation zu sein. Wie wir dafür sorgen, ins Tun zu kommen und auch darin zu bleiben, dabei eigenverantwortlich im Team zusammenarbeiten, das erzählen wir euch in den nächsten Wochen. 

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